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Familie im Mittelpunkt (FiM)

 

Ein Hilfsangebot für Familien in Krisen

 

FiM ist die deutschsprachige Bezeichnung des in den USA entwickelten Kriseninterventionsprogramms „Families First“. FiM ist ein auf 28 Tage ausgerichtetes Angebot der Jugendhilfe (§27 ff SGB VIII) zur Krisenintervention in Familien, um die drohende Herausnahme von Kindern und Jugendlichen zu vermeiden. Diese Form der Krisenhilfe schließt eine Lücke in der bisherigen Angebotspalette der Jugendhilfe und stellt somit eine sinnvolle Ergänzung der etablierten ambulanten und teilstationären Hilfsangebote dar.

 

Þ      Grundhaltungen

Þ      Zielgruppe

Þ      Ziele

Þ      Arbeitsweise

Þ      Charakteristika des Programms

Þ      Unser FiM-Team

Þ      Broschüre im PDF-Format*

 

 

 

Grundhaltungen

 

Ein grundlegendes Prinzip des Programms ist, dass jedes Kind das Recht hat, in einer Familie aufzuwachsen. Daraus ergibt sich zwingend die Notwendigkeit, alles Vernünftige zu tun,damit Familien zusammenbleiben. Kinder und Jugendliche sollen nur dann außerhalb untergebracht werden, wenn ihr Wohlergehen innerhalb der Familie nicht gesichert werden kann. FiM beruht auf einem System von Werten und Überzeugungen, das die Grundlagen für die Erbringung der Leistung bildet. Die zugrundeliegenden Werte sind:

  • Die Sicherheit der Kinder/Jugendlichen ist das oberste Gebot

  • Kinder haben ein Recht auf ihre Familien und deren Beziehungsstrukturen

  • In jeder Familie gibt es Veränderungsmöglichkeiten

  • Wir respektieren die Normen und Werte jeder Familie

  • Eine Krise ist eine Chance zur Neuorientierung

 

 

Zielgruppe

 

FiM wendet sich an Familien:

 

  • mit mindestens 1 Elternteil und einem jungen Menschen unter 18 Jahren

  • die sich in einer akuten Krisensituation befinden

  • bei akuter oder drohender Herausnahme eines oder mehrerer Kinder

  • in denen mindestens 1 Elternteil bereit ist, an der Hilfe mitzuarbeiten

  • die bereit sind, sich innerhalb von 24 Std. mit einer/einem FiM-Mitarbeiter/ in zu treffen

Ziele

 

  • Widerherstellung der Sicherheit für alle Familienmitglieder
  • Bewältigung der akuten Krise
  • Aktivierung der Stärken und Ressourcen der Familie
  • Erkenn und Erhöhen der Kompetenz zur Lebensbewältigung, Kommunikation, Beziehungsarbeit und Erziehung
  • Zusammenhalt der Familie

Arbeitsweise

 

Die sozialen Hilfen und Dienstleistungen, die die FiM-MitarbeiterInnen erbringen, umfassen Förderungs- und Unterstützungsleistungen.

 

Die FiM – MitarbeiterInnen

 

  • bringen bei Bedarf Struktur in den Haushalt und den Tagesrhythmus, indem sie Ressourcen der Familien stärken und verloren gegangene oder nicht vorhandene Kompetenzen an die Interessenspartner vermitteln

  • beraten im Alltag, schlichten, vermitteln grundlegende Alltagskompetenzen und versuchen, das soziale Netzwerk der Familie (wieder-) herzustellen

  • spüren systematisch Stärken auf und fördern sie

  • setzen gemeinsam mit den Familien realistische und erreichbare Ziele, die sie in kleinen nachprüfbaren Schritten ansteuern

  • führen Gespräche mit der ganzen Familie und mit jedem Einzelnen und gehen auf Eltern sowie auf Kinder/Jugendliche gleichermaßen ein

 

Dabei erfolgt die Problem- und Zieldefinition vorrangig durch die Familien selbst.

 

Die FiM – MitarbeiterInnen nehmen im Prozess regelmäßig Kontakt mit dem für die Hilfeplanung verantwortlichen Jugendamt wahr.

Sie arbeiten mit speziellen Methoden und Techniken, die auf verschiedenen theoretischen Verfahren beruhen und im Rahmen spezieller Ausbildungseinheiten erlernt werden.

 

Die fachliche Absicherung erfolgt durch eine jederzeit erreichbare Anleitung, die die Arbeit mit der Familie unterstützend begleitet.

Charakteristika des Programms

 

·         Unmittelbare Reaktion

FiM verpflichtet sich zu einem ersten Kontakt mit der Familie innerhalb von 24 Stunden nach Auftragserteilung durch das Jugendamt. In einem gemeinsamen Prozess der Problemeinschätzung wird mit der Familie binnen drei Tagen ein Arbeitsauftrag mit Zielsetzung vereinbart (Kontraktabschluss).

 

·         Flexible Arbeitsplanung

Die FiM-MitarbeiterInnen sind 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche rufbereit.

 

·         Intensive Intervention

Im Durchschnitt 20 Std. pro Woche.

 

·         Zeitbegrenzter Einsatz

Die Dienstleistungen finden in der Wohnung und im sozialen Umfeld der Familie statt. Die Hilfe wird für 4 Wochen festgesetzt und kann bei Bedarf 2x um jeweils eine Woche verlängert werden.

 

·         Die MitarbeiterInnen von FiM

Jede/r MitarbeiterIn verfügt über Berufserfahrung und eine spezielle Ausbildung für diese Form der Krisenintervention.

 

·         Qualitätssicherung

Die Arbeit mit jeder Familie wird auf ihre Wirksamkeit und die Notwendigkeit weiterer Hilfen während der Intervention und danach durch eine wissenschaftliche Begleitung überprüft.

 

·         Leistungsentgelt

FiM wird über ein leistungsbezogenes Entgelt mit der Fachbehörde abgerechnet.

Unser FiM-Team

 

Susanne Aumüller

Teamleitung

 

Manfred Radtke

Programmleiter

Erika Goller

Familienarbeiterin

 

 

„Wir müssen unsere Arbeit dort leisten, wo die Familien leben, zu den Zeiten, in denen unsere Hilfe gebraucht wird.“

(Müller/Gehrmann)

 

 

 

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