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Betreuung

 

Mit dem Heim bieten wir einen Lebensort auf Zeit. Daher wünschen wir uns das Vertrauen der Eltern und ihre Bereitschaft, uns aktiv zu unterstützen und sich an den Angeboten der Eltern- und Familienarbeit zu beteiligen. Damit kann die Verweildauer im Haus so kurz wie notwenig und förderlich gehalten werden.

Für Kinder, die eine längere Unterbringung mit dem Ziel der selbständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung brauchen, stehen vorrangig unsere Innen- und Außenwohngruppen mit anschließend möglichem Betreuten Wohnen/Nachbetreuung zur Verfügung.

 

Jede Gruppe wird von einem Team aus einer/m Heil- oder Sozialpädagogim/-en und/oder ErzieherInnen betreut.

Die BetreuerInnen werden in Team- und Fallbesprechungen und bei Bedarf durch Supervision begleitet. Weiterqualifiziert werden sie durch interne und externe Fortbildungen.

 

Grundlage des heilpädagogischen Handelns in der Gruppe ist die Hilfeplanung. Diese erfolgt nach ausreichender Eingewöhnungs- und Kennenlernzeit. Dazu gehört auch ein ausführliches Anamnesegespräch und psychologische Diagnostik.

Ziel dieser Phase ist die fundierte Erfassung des „Ist-Standes“, das Verstehen des Kindes und das Erkennen zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten.

Das 1. Hilfeplangespräch erfolgt in der Regel 6 – 8 Wochen nach der Aufnahme.

 

 

Heilpädagogische Maßnahmen

 

führen wir nach individuellem Befund durch.

Hausintern sind heilpädagogische Übungsbehandlung, erlebnispädagogische Aktivitäten und Spiel- und Gesprächstherapie möglich.

In Zusammenarbeit mit der Fachakademie für Heilpädagogik in Hof, bieten wir zeitlich befristet weiter Maßnahmen und Projekte an.

 

 

Psychologie

 

Diagnostik, Therapie und Fachberatung werden im Haus geboten. Wir arbeiten auch mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, niedergelassenen Therapeuten und Beratungsstellen zusammen, damit eine weitgehend individuelle Behandlung möglich ist.

 

Elternarbeit

 

Das Heim arbeitet familienunterstützend und -ergänzend. Ziel ist es, mit dem Kind eine individuelle Lebensperspektive zu entwickeln. Deshalb wird eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern angestrebt.

Im Rahmen dieser Familienarbeit erhalten sie:

 

Þ      Informationen über die Arbeit des Hauses

Þ      Beratung und Hilfe

Þ      Ein Lernfeld, auf dem familiäre Strukturen und Lebensformen reflektiert und bearbeitet werden können

 

Freizeit

 

Ein reichhaltiges Angebot im musischen, sportlichen und gestalterischen Bereich wird genutzt, damit die Kinder sich selbst erfahren und ein aktives Freizeitverhalten entwickeln können.

Neigungen und Begabungen werden gezielt angesprochen und gefördert. Soweit es dienlich ist, geschieht dies in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und Institutionen. Darin sehen wir eine Möglichkeit, die sozialen Bezüge der Kinder zu pflegen oder positive Kontakte anzubahnen.

Jedem Kind wird in der Gruppe sein Verantwortlichkeitsbereich zugeteilt. Es kann erfahren, dass es gebraucht wird, und für die Gemeinschaft wichtig ist.

 

 

Schulische Förderung

 

stellt einen weiteren Schwerpunkt der Betreuungsarbeit dar. Sie erfolgt in enger Abstimmung mit den Lehrkräften der Kinder. Die Lehrer sind zu den Fallgesprächen ins Haus eingeladen.

Eine in den stationären Grupen für alle verbindlich geregelte Lernzeit soll als äußere Voraussetzung motivierend wirken.